Der Nahe Osten und der daraus entstandene Nahostkonflikt


Der Begriff des Nahen Ostens wurde im 19. Jahrhundert für die Teile des Osmanischen Reiches geprägt, die außerhalb Europas lagen. Heute umfasst die geografische Bezeichnung die arabischen Staaten Vorderasiens und Israel. Der Begriff Nah-Ost wird im deutschsprachigen Raum verwendet, Anglo-Amerikaner verwenden eher die Bezeichnung Middle East und meinen damit nicht genau dasselbe geografische Gebiet. Aus kontinental-europäischer Sicht, die auch eine politisch-wirtschaftliche Komponente inkludiert, zählen zum Nahen Osten: Kuweit, Bahrein, Oman, Katar, Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate, Jemen, Israel, die gesamten Palästinensergebiete, Jordanien, Libanon, Syrien, Ägypten, die Türkei, der Iran und der Irak.

Wodurch entstand der Begriff - der Nahe Osten?

Der Begriff kommt aus Kontinentaleuropa und ist zwangsläufig durch die Sicht von West nach Ost geprägt. Hier wiederum unterscheidet sich die rein geografische Perspektive. Die Briten, die im Westen Europas leben, betrachten das genannte Gebiet als dem "Mittleren Osten" zugehörig, sie nehmen sowohl eine geografisch entferntere als auch eine globalere Sicht ein, da sie die Region aus der Perspektive einer ehemaligen Weltmacht betrachten.

Wodurch wird der Nahe Osten so brisant?


Auch in der Region selbst wird das bezeichnete Gebiet als "Mittlerer Osten" bezeichnet, so im Arabischen, Hebräischen, Türkischen und Persischen. Im deutschsprachigen und generell kontinentaleuropäischen Raum wird zwischen Nahem, Mittlerem und Fernem Osten unterschieden. Auch die Briten kennen den "Near East", also Nahen Osten, meinen aber damit ein etwas anderes Gebiet. Die begriffliche Zuordnung hat sich historisch entwickelt. Kulturhistorisch wird der Nahe Osten mit dem Vorderorient gleichgesetzt und gilt in diesem Sinne als das "Morgenland".